Solidarische Landwirtschaft Groß Dahlum

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Ort Kategorie: Essen & Trinken und Ökomarkt

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    Lea Nagel
    Siedlerweg 1
    38170 Groß Dahlum

    Tel.: 05332- 9473390
    E-Mail: organisation@solawi-dahlum.de
    Website: www.solawi-dahlum.de

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    Familie Nagel – über 30 Jahre Demeter Gemüsebau-Betrieb.

    Das Überleben des Hofes war aufgrund des zunehmenden Preisdumpings auch im Bio-Einzelhandel und der für ausschließliche Direktvermarktung ungünstigen Lage in der bisherigen Form nicht möglich. Deshalb entschloss Lea sich bei Übernahme des Hofes von den Eltern im Jahre 2013 für die Solidarische Landwirtschaft (SoLaWi). Solidarische Landwirtschaft Dahlum bedeutet eine direkte und verbindliche Kooperation zwischen dem Betrieb und einer Gruppe von ca. 120 Verbrauchern, die von April bis Dezember mit Gemüse und Obst versorgt werden können.
    Landwirtin Lea und die Mitglieder teilen sich das Anbaurisiko. Bezahlt wird ein jährlicher Anteilsrichtwert, um die Existenz des landwirtschaftlichen Betriebes zu sichern. Dafür erhalten die Mitglieder die gesamte Ernte und obendrein eine direkte und lebendige Beziehung zu den Grundlagen ihrer Lebensmittel. Da alle Ernteprodukte aufgeteilt werden, ohne auf Vermarktungsnormen des Handels Rücksicht nehmen zu müssen, haben die Mitglieder es selbst in der Hand, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.
    Auch geht keine Zeit und Energie für die Vermarktung verloren. Deshalb kann eine sozial- und umweltverträgliche, wirklich nachhaltige Landbewirtschaftung mit fairen Löhnen vor Ort dauerhaft stattfinden. Die Mitglieder haben über den Einblick in die Kalkulation volle Transparenz über die finanzielle Situation des Betriebes.

    Frisches Gemüse und Obst von April bis Dezember

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    Foto: Sinaida V. Sens

    Schon früh im Jahr beginnt die Arbeit für das neue Erntejahr. Rund ums Wohnhaus befinden sich das Anzucht-Gewächshaus für die Jungpflanzen, diverse Obst- und Walnussbäume, ein großes isoliertes Foliengewächshaus für die etwas größeren Jungpflanzen, und ein Gazetunnel zum „abhärten“ vor dem Auspflanzen. Dort gibt es auch einen kleinen Hofladen, ein Blockheizkraftwerk und einen kleinen Lagerkeller.
    Angepflanzt werden schmackhafte Tomaten, Auberginen, Gurken, Kräuter und vieles mehr. Schon früh im Jahr gibt es aus den Kalt-Folienhäusern z.B. Petersilie, Salate, Mangold, Mairübchen, Stangensellerie, Fenchel und Rucola. Im Freiland wachsen alle Sorten von Kräutern, Salate, Kohlrabi, Rhabarber, Zwiebeln, Sellerie, Zuckermais, Kürbisse, Zucchini, Gurken, Bohnen, sämtliche Kohlsorten, Kartoffeln, Karotten, (wenige) Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Pflaumen, Mirabellen, Äpfel, Brombeeren und vieles mehr.
    2015 wird mit der Zucht von Rassehühnern begonnen. Die Marans (eine alte Rasse) werden alle selber aufgezogen und für die Legehennenhaltung weiter gezüchtet. So soll eine kleine Herde von 100 Legehennen entstehen. Die Eier werden zunächst u.a. an die Mitglieder verkauft.

    Wie kommt man an seine Ernte-Anteile

    Es gibt mittlerweile mehrere externe Abholstationen, in Braunschweig-Gliesmarode, Braunschweig-Südstadt, Braunschweig-Lehndorf, Wolfenbüttel-Salzdahlum und Wolfenbüttel-Denkte und Adenbüttel. Die Belieferung der Abholstationen wird vom Hof aus durchgeführt. Die Aufteilung der Ernteanteile auf die Mitglieder wird von den dortigen Gruppen eigenverantwortlich organisiert.
    Dienstags wird für die Verteilstationen Denkte, Salzdahlum, Braunschweig-Süd(2x) und -Lehndorf geerntet, donnerstags für die Verteilstation Braunschweig-Gliesmarode. Seit Oktober 2016 gibt es eine neue Abholstation in Adenbüttel (Kreis Gifhorn). Selbstabholer in Groß Dahlum können am Freitag nachmittag ihre Anteile bekommen.

    Wer sich für das Projekt interessiert, bekommt weitere Informaionen auf der Website.

    zur Website: www.solawi-dahlum.de

    Solidarische Landwirtschaft Groß Dahlum – Agrarwende selber machen

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